Törnplan 2026

Mitsegeln – Meer erleben

Was kostet ein Segeltörn wirklich?

Ehrliche Tipps zu Bordkasse, Zusatzkosten, Skippern und Schiffen

Viele Mitsegelangebote wirken auf den ersten Blick günstig. Erst später merkt man, dass zusätzliche Kosten wie Bordkasse, Hafengebühren, Bettwäsche oder Servicepauschalen den tatsächlichen Reisepreis deutlich verändern können.

Mit diesem Beitrag möchten wir transparent zeigen, worauf man vor der Buchung achten sollte.


Inhaltsverzeichnis

  1. Bordkasse – was bedeutet das?
  2. Wie hoch sollte die Bordkasse sein?
  3. Schiff ist nicht gleich Schiff
  4. Vor der Buchung erfragen
  5. Fazit

1. Bordkasse – was bedeutet das?

Die Bordkasse ist die gemeinsame Kasse der Crew für laufende Ausgaben während des Törns.

Dazu gehören häufig:

  • Hafengebühren
  • Treibstoffkosten
  • Einkäufe für Lebensmittel und Getränke
  • Gas, Wasser und kleinere Nebenkosten
  • gegebenenfalls Bojengebühren

Wenn die Crew zum Beispiel entscheidet, einen Hafen anzulaufen, werden die Liegegebühren meist aus der Bordkasse bezahlt.

Traditionell wird bei vielen Törns auch der Skipper über die Bordkasse mitverpflegt.

Wichtig: Kalkulierbare Kosten wie Endreinigung, Versicherungen oder feste Charternebenkosten sollten möglichst bereits im Reisepreis enthalten oder klar ausgewiesen sein.


2. Wie hoch sollte die Bordkasse sein?

Die Bordkasse hängt stark ab von:

  • Revier
  • Saison
  • Bootsgröße
  • Crewgröße
  • Komfortanspruch

Ein Beispiel: In beliebten Revieren wie der Costa Smeralda können Hafengebühren in der Hauptsaison schnell 250 € pro Nacht oder mehr betragen.

In Greece gibt es dagegen auch Häfen mit sehr geringen oder gar keinen Gebühren.

Darum sollte man bei sehr niedrigen Angaben zur Bordkasse immer genau nachfragen.


3. Schiff ist nicht gleich Schiff

Charterschiff

Vorteile:

  • meist modernere Yachten
  • aktuelle Ausstattung
  • oft jünger

Nachteile:

  • intensive Nutzung in der Saison
  • wenig Zeit zwischen zwei Crews für Reparaturen
  • kleinere Mängel können vorkommen

Eignerschiff

Vorteile:

  • häufig persönlich gepflegt
  • Technik oft sehr gut betreut
  • praktische Ausstattung vorhanden

Nachteile:

  • optisch nicht immer wie neu
  • individueller Stil

4. Vor der Buchung erfragen

Wie viele Personen sind an Bord?

Es macht einen großen Unterschied, ob 6 oder 9 Personen auf einer 44-Fuß-Yacht leben.

Hat der Skipper eine eigene Kabine?

Wenn der Salon als Schlafplatz genutzt wird, leidet oft Komfort und Ruhe.

Welche Zusatzkosten kommen dazu?

Wichtig sind zum Beispiel:

  • Bordkasse
  • Bettwäsche
  • Endreinigung
  • Versicherungen
  • Kaution / Kautionsversicherung
  • Servicegebühren

Diese Kosten sollten bereits im Angebot klar sichtbar sein – nicht erst im Kleingedruckten.

Wie erfahren ist der Skipper?

Fragen Sie ruhig nach:

  • Wie viele Wochen pro Jahr ist er unterwegs?
  • Kennt er das Revier praktisch?
  • Wie lange fährt er schon Törns?

Wird überwiegend gesegelt oder motort?

Auch das kann je nach Anbieter und Skipper unterschiedlich sein.

Welche Crew passt zu mir?

Es gibt ruhige Törns, sportliche Törns, Familientörns und Party-Törns. Wichtig ist, dass die Erwartungen zusammenpassen.


5. Fazit

Nicht nur der Preis entscheidet über eine gute Mitsegelreise.

Wichtiger sind:

  • ehrliche Nebenkosten
  • passende Crewgröße
  • erfahrener Skipper
  • gutes Schiff
  • transparente Angaben

Wer vor der Buchung die richtigen Fragen stellt, erlebt meist den besseren Urlaub.

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